Friday Five

Ich finde es eine solche Ungerechtigkeit, dass die Wertschätzung der Fürsorge in unserer Gesellschaft eine ziemlich untergeordnete Rolle spielt! Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein manchmal unmöglicher Kraftakt. Warum können Karrieren nicht mehr in „Wellenformen“ stattfinden. Die Zeiten, in denen sich Mütter und Väter um Kinder kümmern, in denen sich Töchter und Söhne um ihre alt gewordenen Eltern kümmern sind wichtig und tragen zum Wohlergehen der ganzen Gesellschaft bei. Aber werden diese Fürsorge-Zeiten finanziell unterstützt? Werden sie als Chance gesehen? Weil sich die Fürsorgenden Kompetenzen aneignen, die in keinem Kurs, in keinem Studium gelehrt werden können? Eher weniger, oder?
Was ich trotz dieser Ungerechtigkeit unseres Systems sehe, ist, dass jeder Tag mit den Kindern, mit meinem Mann, mit meinen Mitmenschen ein besonderes Geschenk ist, denn da gab es diese Woche unter anderem…

1Die Fröhlichkeit: Lautstark sang die allerliebste Frau Tochter im Kiki „Oh Tannenbaum!“ Während der ganzen Fahrt mit dem Rad wurde ich durch ihren Gesang begleitet. Sie brachte mich zum Lachen und die Leute, die unterwegs waren, wendeten sich ebenfalls lachend uns zu. Fröhlichkeit ist ansteckend.

2Die Beharrlichkeit: „Ich will schwimmen gehen!“ Und das um kurz vor 18.00 Uhr? Ja, manchmal tut mir diese Beharrlichkeit der Kinder gut. Damit ich meine fixen Vorstellungen loslassen kann. Ich bin manchmal viel zu konsequent und bin froh, dass mir die Kinder hin und wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Schön war es am Abend am Ufer vom See zu sitzen und den Kindern beim Schwimmen zuzuschauen.

3Das Interesse: Zur Freude des Herrn Sohns gibt es derzeit eine große Baustelle in der Nähe. Er ist völlig fasziniert von diesen großen Baufahrzeugen und spaziert nach der Schule natürlich auf geradem Weg dorthin statt nach Hause. Dass wir über eine Stunde auf ihn warten, kümmert ihn wenig! Er beobachtet seelenruhig wie die Bauarbeiter ihre Arbeit verrichten und erzählt uns mit Begeisterung und bis ins kleinste Detail, was auf der Baustelle alles vor sich geht. Schön ist es für mich zu sehen, wie seine Augen dabei leuchten.

4Das Selbstgemachte: Endlich hatte ich diese Woche Zeit, um Erdbeer-Rhabarber-Marmelade zu machen. Die letzten paar Mal wurden die Erdbeeren, die ich auf dem Markt gekauft hatte, gleich aufgegessen. Aber diesmal hab ich welche versteckt und als alle außer Haus waren, verarbeitet. Das erste Marmeladeglas haben die kleinen Schleckermäuler schon fast leer gegessen!

5Die Ideen: Es ist zwar anstrengend wenn mir in der Nacht die guten Ideen in den Kopf hüpfen, aber es ist auch faszinierend. Dass mein Hirn gerade in der Nacht solche Einfälle hat und ich dann am morgen so klar weiß, was ich als nächstes für ein Material  machen möchte, das ist schon genial. Nun bräuchte ich ungestörte Zeit für die Umsetzung meiner Ideen…woher ich die nehme? Vielleicht hab ich Nachts die Idee dazu!

Wie geht es euch mit diesen Ungerechtigkeiten des Systems und was macht euch dennoch zu einem glücklichen Menschen?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.