Ich geh noch schnell…

Kennt ihr diese Sätze, die uns so leicht über die Lippen kommen?
„Ich geh noch schnell auf´s Klo…“  oder „Wir gehen noch g’schwind einkaufen und dann…“ oder noch schlimmer „Ich muss noch schnell die Wäsche aufhängen!“

Warum schnell? Warum muss?

Was macht das mit uns, dieses schnell dies oder das?
Und was macht es im Alltag mit den Kindern?

Stress. Ganz klar. Alles andere als entspannt, gelassen oder achtsam.

Immer wieder stolpere ich über diese Worte „schnell“ oder „muss“:
Ich stehe auf und hab einen Plan im Kopf mit all den Dingen, die ich heute erledigen möchte. Die ganzen Haushaltsaufgaben und die To-Do-Liste, die ich abarbeiten möchte. Aber die Kinder haben ihren eigenen Plan und ihr eigenes Tempo. Sie verweilen im Hier und Jetzt während ich schon im Später oder Morgen bin. Ihre Prioritäten liegen ganz wo anders als meine. Weiterlesen „Ich geh noch schnell…“

Grassuppe oder Matschepampe

Ein Brett mit zwei Löcher für zwei Kübel und zwei Bretter für die Seitenteile. Fertig ist der Matschtisch für den Garten.

Was da alles zusammen gemantscht wird ist erstaunlich!
Sand und Wasser sind die Grundzutaten. Erde und Kies kann in verschiedensten Mengenverhältnissen Anwendung finden.

Und natürlich brauchen die fleißigen Arbeiter sämtliche Kübel, Töpfe, Schüsseln, Schöpfkellen, Schaufeln, Siebe und Holzlöffel.
Ganz besonders beliebte Zutaten sind Gras – oder Blumenschnitt. Allerdings fangen die Gras- oder Blumensuppen nach ein paar Tagen fürchterlich an zu stinken!
Aber mit Mundschutz kann fröhlich weiter gemantscht werden!

Und wenn ihr für eure Kinder so einen Matschtisch bastelt, dann kauft mit den Brettern und den Kübeln auch eine Packung Waschmittel dazu – selbst die Matschhosen halten dem Arbeitseifer an diesem Tisch nicht stand! Ich habe mir bereits überlegt, prophylaktisch Waschmittel an alle Nachbarskinder zu verteilen, die zu uns in den Garten kommen.

 

 

Friday Five

Bei dieser Hitze vor dem PC zu sitzen ist schon fast eine Zumutung. Aber nur fast, denn ich mag diese Hitze. Lieber schwitzen als frieren. Obwohl wir doch alle so wenig wie möglich Kleidung tragen, gibt es derzeit Wäsche ohne Ende. Erstaunlich ist auch, dass der Spieltrieb der Kinder durch die Hitze eher angeregt statt vermindert wird. Schon früh morgens sind sie vertieft in ihr Tun. Zur Zeit sind die Pestas (geniale Holzbausteine www.pestas.net) ständig in Gebrauch. Dass es zur äußeren Hitze auch noch einige Dinge gibt, die mich von innen wärmen macht mich glücklich.

1Grundkurs: Der Pikler-Grundkurs ist nun zu Ende. Diese Woche waren die letzten drei Kurstage. Wir Teilnehmerinnen waren uns einig, dass wir mit viel Wissen und neuen Erfahrungen sehr reich beschenkt wurden. Es liegt nun an jeder Einzelnen, dieses Wissen und die Erfahrungen zu vertiefen. Der achtsame, respektvolle Umgang mit den Entwicklungsprozessen der kleinen (und großen) Menschen ist ein Lernfeld für das ganze Leben. Weiterlesen „Friday Five“

Die Fülle des Sommers

Am Sonntag nahm ich gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen an einer Sommersonnwendfeier am Ufer des Bodensees teil.

Die Ritualleiterin lud uns ein, den Sommer in seiner ganzen Fülle bewusst zu erleben und zu genießen. Wir spazierten am Rheindamm entlang und dabei konnte sich jeder von uns Gedanken darüber machen, wo und wann die Kraft des Sommers, der Wärme, der Liebe und der Fülle des Lebens für uns spürbar waren und sind. Weiterlesen „Die Fülle des Sommers“

Sunday Seven

Die Sommerferien sind nah! Es riecht nach Sonnencreme und Eis. Bevor unsere Wege hauptsächlich an den See führen möchte ich noch einiges organisieren, damit ich im Herbst mit dem Spielraum in Hard beginnen kann. Ich bin voller Ideen und Tatendrang!
Diese Woche verging im Flug…ein paar Tage waren wir weg und heute Abend steht die Sonnwendfeier am Ufer des Sees auf meinem Programm. So viele schöne Erlebnisse…genug Stoff für meine Sunday Seven…

1Astrid Lindgren: Wir lesen den Kindern zur Zeit Ronja Räubertochter vor. Jeden Abend ein Teil des Buches, entweder ich oder mein Mann. Die Kinder sind schon völlig in die Geschichte eingetaucht: Sie bauen die Mattisburg im Sandkasten, fühlen sich wie Ronja und Birk wenn wir durch den Wald streifen und benutzen „Räuberworte“ wie „Potz Pestilenz“. Toll, wie Bücher die Phantasie der Beiden anregen. Weiterlesen „Sunday Seven“

Friday Five

Es ist erstaunlich, wie viel Taschentücher ein Mensch alleine verbrauchen kann! Diese Woche habe ich deswegen mehr Müll produziert als mir lieb ist. Aber so ist das nun mal, wenn eine Erkältung einen fest im Griff hat.
Dafür konnte ich diese Woche erneut die Langsamkeit entdecken, die mir wirklich gut tut. Warum sie mir gut tut und was mich dankbar sein lässt?

1Langsamkeit: bedingt durch die Erschöpfung wegen dieser lästigen Erkältung war ich wirklich sehr reduziert und langsam unterwegs. Aber das hat was! Mit dieser Langsamkeit im Garten zu arbeiten, die Rosen zu schneiden, Unkraut jäten oder im Haushalt etwas zu tun hatte schon fast etwas meditatives, eine Form der Achtsamkeit.  Diese Langsamkeit sollte ich wohl öfters praktizieren. Weiterlesen „Friday Five“

Friday Five

Ich finde es eine solche Ungerechtigkeit, dass die Wertschätzung der Fürsorge in unserer Gesellschaft eine ziemlich untergeordnete Rolle spielt! Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein manchmal unmöglicher Kraftakt. Warum können Karrieren nicht mehr in „Wellenformen“ stattfinden. Die Zeiten, in denen sich Mütter und Väter um Kinder kümmern, in denen sich Töchter und Söhne um ihre alt gewordenen Eltern kümmern sind wichtig und tragen zum Wohlergehen der ganzen Gesellschaft bei. Aber werden diese Fürsorge-Zeiten finanziell unterstützt? Werden sie als Chance gesehen? Weil sich die Fürsorgenden Kompetenzen aneignen, die in keinem Kurs, in keinem Studium gelehrt werden können? Eher weniger, oder?
Was ich trotz dieser Ungerechtigkeit unseres Systems sehe, ist, dass jeder Tag mit den Kindern, mit meinem Mann, mit meinen Mitmenschen ein besonderes Geschenk ist, denn da gab es diese Woche unter anderem…

1Die Fröhlichkeit: Lautstark sang die allerliebste Frau Tochter im Kiki „Oh Tannenbaum!“ Während der ganzen Fahrt mit dem Rad wurde ich durch ihren Gesang begleitet. Sie brachte mich zum Lachen und die Leute, die unterwegs waren, wendeten sich ebenfalls lachend uns zu. Fröhlichkeit ist ansteckend. Weiterlesen „Friday Five“