Wirkungsraum-Studio

Schön ist er geworden, der neue Raum! Der Boden erstrahlt in neuem Glanz, der Geruch nach Maschinenöl ist verschwunden, es ist hell, freundlich und ja, gemütlich.
Nun hoffe ich sehr, dass kleine und große Menschen kommen, um die vielfältigen Angebote zu nützen.

Hier etwas für Eltern und solche die es werden möchten:

Ausschreibung_Seminare

 

Sommeraktivitäten

Ich kann mich noch so gut an meine Schulzeit erinnern – vor allem an das wunderschöne Gefühl, Sommerferien zu haben! Schier endlos lange kamen mir diese neun Wochen vor. Sie waren gefüllt mit Leichtigkeit, frischer Luft, spielen ohne Unterbrechung….Freiheit eben.
Und nun erlebe ich dieses Sommerferiengefühl wieder durch meine Kinder. Mir vergehen die Wochen der Sommerferien jetzt leider viel zu schnell  – ich genieße diese Zeit so sehr und freue mich über die unzähligen Ideen, die meine Kinder tagtäglich haben.

Natürlich frage ich sie vor Beginn der Sommerferien, ob sie auch bei irgend einem Ferien/Sommerprogramm mit machen wollen so wie viele ihrer Freundinnen und Freunde oder eventuell auch in ein Ferienheim gehen möchten – denn schließlich wäre das doch toll – ohne Eltern mal was zu machen (denn auch wenn ich die Zeit mit meinen Kindern sehr genieße, freue ich mich über Pausen vom Mama-Sein). Aber, nein, beide lehnen das vehement ab mit dem Argument, dass sie bei solchen „Programmen“  nicht das spielen und tun können, zu dem sie Lust haben.

Und es ist wirklich erstaunlich, was sie alles aus sich heraus tun. So hatte der Herr Sohn die Idee, für die ganze Weiterlesen „Sommeraktivitäten“

SpielZeit für 0-3 jährige

„…und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.“
Astrid Lindgren

Dieses Zitat hat irgendwie mit dem Eltern-Sein zu tun! Oder wann habt ihr Mamas und Papas Zeit, um einfach nur da zu sitzen und vor euch hin zu schauen?
Ich möchte euch einladen, genau das zu tun!
Wo?
In der SpielZeit im Wirkungsraum! Einfach nur da sitzen und euer Kind beobachten und genießen.

Nichts tun müssen – einfach durchatmen.

Nichts tun müssen, einfach da sein… als sicherer Hafen für euer Kind.
Nichts tun müssen, einfach nur die Ruhe genießen.
Nichts tun müssen und erleben, wie das eigene Kind mit der Umgebung und anderen Kindern und Erwachsenen interagiert.
Sich selbst und dem Kind Zeit schenken und erfahren, wie wohltuend es sein kann, Menschen um sich zu haben, die respektvoll und unterstützend die Herausforderungen des Eltern-Seins begleiten.

Im September 2021 starten wieder neue Gruppen. Ich freue mich auf euch und eure Kinder!
iris@wirkungsraum.at

Zuhören

Letztens wurde mir wieder einmal bewusst, wie wertvoll und wichtig es ist, wirklich zuzuhören. Es war irgendwann unter der Woche. Die Kinder und ich hatten einen vollen Tag. Jeder von uns war den ganzen Tag beschäftigt, in der Schule, bei der Arbeit, bei Freunden und auch zuhause. Meine Liste mit den Aufgaben, die ich mir vorgenommen hatte, war noch längst nicht abgearbeitet als es langsam Zeit wurde, das Abendessen zu richten. Weiterlesen „Zuhören“

Elternumfrage

Liebe Mamas, liebe Papas, liebe Interessierte!

Gemeinsam mit Sabine von der Thannen-Hächl möchte ich ab Herbst 2021 in meinen erweiterten Räumlichkeiten zusätzliche Angebote für Eltern schaffen.

In vielen Gesprächskreisen wurde von Eltern immer wieder rückgemeldet, dass ein fachlich begleiteter Austausch  wertvoll und unterstützend ist. Der Lebensalltag mit Kindern, als Familie birgt Höhen und Tiefen, hat das Potential zur Entgleisung aber auch zu großem persönlichen Wachstum.

Damit wir auf eure Bedürfnisse abgestimmte Angebote entwickeln können, möchten wir durch eine Elternumfrage ein klareres Bild eurer Anliegen bekommen.

Unter folgendem link könnt ihr anonym Fragen beantworten und persönliche Anregungen einbringen: https://www.survio.com/survey/d/A4U7Z8V5A1E6J5O6F

Ich danke euch von Herzen für euer Mitmachen und freue mich, wenn ich die Eine oder den Anderen bei zukünftigen Workshops, Seminaren für Eltern im Wirkungsraum begrüßen darf!

Liebe Grüße

Iris

Vom Scheitern

Da sitze ich eine gefühlte Ewigkeit vor dem Bildschirm und versuche in Worte zu fassen, was es für mich heißt, Elternteil zu sein und zu wissen, zu erfahren, dass ich immer wieder mal an den Punkt komme, an dem ich nicht mehr weiter weiß und mir mein Scheitern eingestehen muss.

Kennt ihr das? Der Plan im Kopf ist da, die Umsetzung scheint greifbar oder ist schon im Ansatz in der Durchführung und dann kommen die Pläne der Anderen. Diese inneren Baupläne der uns anvertrauten Wesen, die so etwas von konträr zu dem Plan im eigenen Kopf sind und schon….ja…schon kracht es.

Was tun? Den Plan und den eigenen Kopf, die eigenen Vorstellungen durchsetzen? Fluchtartig und mit wehenden Fahnen davon laufen?

Erstmal durchatmen und überlegen, was wirklich wichtig ist? Den Plan im Kopf des Gegenübers zu verstehen versuchen?

Eine Schokolade inhalieren und dann nochmal von vorne anfangen? Reset, Refraiming, …oder wie das so schön heißt?

Bestimmt habt ihr schon die verschiedenen hier genannten Möglichkeiten ausprobiert und noch hunderte mehr. Ich zumindest schon – naja, bis auf das Davonlaufen. Weiter als bis in den Garten, um mir bei den Gänseblümchen ein wenig Verständnis zu holen oder hin und wieder einem zügigen Spaziergang durch den Wald möchte ich gar nicht weg von hier.

Natürlich weiß ich und wissen wir alle, dass es nichts gibt, was perfekt ist. Kein Mensch ist perfekt. Nicht immer müssen wir an unseren Vorstellungen festhalten, alles im Griff haben, die Lösungen gleich aus dem Ärmel schütteln. Wir machen alle unsere Umwege, geraten in Sackgassen, drehen uns im Kreis, stolpern über die immer wieder kehrenden Themen und dürfen das auch. Wir tun uns nur manchmal etwas schwer damit, dies einzugestehen. Ich zumindest. Es gelingt mir nicht immer, liebevoll mit mir zu sein und mir zu sagen, dass es ok ist, wenn ich scheitere.

Wir dürfen scheitern und Fehler machen, wir dürfen Vorstellungen von „so möchte ich als Mama/Papa mit meinen Kindern sein“ loslassen. Denn Vorstellungen verstellen uns oft nur die Sicht auf die reale Situation. Auf das was an Bedürfnissen, an echten Bedürfnissen bei uns selbst und unserem Gegenüber präsent ist. Das bedeutet nun aber nicht, dass wir all diesen Bedürfnissen immer gerecht werden müssen. Es wäre übermenschlich, ungesund und der sichere Weg um erneut zu scheitern.

Wir können nur täglich aufs Neue im Miteinander, in Verbindung mit uns selbst und unserem Gegenüber – ob Klein oder Groß – die hinter den unterschiedlichen Vorstellungen liegenden Bedürfnisse versuchen zu sehen und sie anerkennen. Und dann…Schritt für Schritt, manchmal auch mit ein paar Schritten zurück oder zur Seite, den Weg des zusammen Lebens, gemeinsam und doch auch jeder für sich gehen. Das erfordert – so empfinde ich das jedenfalls – viel Beweglichkeit – innerlich, geistig, emotional,…

Tja, die einen machen Yoga um beweglich zu bleiben, die anderen bekommen Kinder und erleben im Alltag mit ihnen, dass es gut ist, flexibel zu sein.  Ob es was bringt, Kinder zu begleiten und Yoga zu praktizieren? Gewiss! Aber egal wie beweglich wir durch Yoga oder Kinder auch werden – wir sind und bleiben Menschen – und es ist zutiefst menschlich, sich zu irren, Fehler zu machen und hin und wieder zu scheitern.

Neues aus dem Wirkungsraum

Seit ich mich im Jahr 2017 im Faigle-Areal in einem kleinen Raum eingemietet habe, bin ich immer wieder mal in diesen großen Raum der auf dem Foto zu sehen ist, geschlichen und hab mir gedacht:  „Den Raum möchte ich irgendwann mieten!“
Ideen hatte ich viele – nur war mir klar – so einen großen Raum kann ich nicht alleine nur für mich mieten…das wäre mir zu viel! Weiterlesen „Neues aus dem Wirkungsraum“

Das Eis bricht…irgendwann

Wasser in jeder Erscheinungsform übt auf Kinder immer wieder eine große Anziehungskraft aus. Unser Herr Sohn hat es sich zur Gewohnheit gemacht in der kalten Jahreszeit nach der morgendlichen Fütterung der Meerschweinchen im Gartenhaus, den Eisstand in sämtlichen Wasserbehältern zu prüfen.

Manchmal im Pyjama, manchmal ohne Jacke, manchmal gut eingepackt. Mit welchem Enthusiasmus er jeweils dieser forschenden Tätigkeit nachgeht ist faszinierend! Egal wie dick oder dünn die Eisschicht sich zeigt – er ist völlig hin und weg, probiert aus, was das Eis aushält und mit welchem Werkzeug er es bearbeiten kann.

Seine Ausdauer und sein Einfallsreichtum sind hier fast unerschöpflich! Wie sehr wünsche ich mir diesen ganzheitlichen Einsatz auch, wenn es um schulische Aufgaben geht. Wenn dieses Kind nämlich ein Blatt mit mehrstelligen Divisionen vor sich hat, dann hat es plötzlich keine Knochen mehr im Leib und hängt wie ein nasser Lappen am Tisch. Da zieht sich eine Rechnung gefühlt über Stunden dahin. Hier ist die Eisschicht so dick – keine Chance als Mama durch zu dringen und mit Aussagen wie „bleib einfach konzentriert an der Aufgabe dran – du kannst es ja. Lass dich nicht ablenken – dann ist die Sache in kurzer Zeit erledigt.“ ein wenig zu motivieren! Dann wird das Eis nur noch dicker. Also versuche ich mich nicht einzumischen.


Allerdings – irgendwann bricht das Eis. Dann ist das Wasser einfach nur flüssig und fließt….fließt in jede Ritze, versinkt im Boden und durchtränkt und nährt ihn, damit die Wurzeln, Knollen und Samen Energie für neues Wachstum bekommen. Es braucht nur wärmere Temperaturen und Sonnenschein…dann bricht das Eis und der Frühling kann kommen.
Und  so vertraue ich eben darauf, dass irgendwann auch bei unserem Herr Sohn das Eis bricht und die Einsicht  von innen kommt, die ihm zeigt, dass er seine Fähigkeiten nicht nur bei der Erforschung von Naturerscheinungen nützen kann sondern auch bei herausfordernden schulischen Aufgaben.
Langsam sickert das Wasser der Erkenntnis  durch seinen Körper – ich merke es ansatzweise – gestern hat er nämlich schon ein ganzes Blatt mit Divisionen einfach so gelöst. Ich glaub, ich hab mir für die aufgebrachte Geduld eine Schokolade verdient! Was meint ihr?

Friday Fives

Warum ist mir das nicht schon früher eingefallen, dass diese Zeit geradezu wieder danach ruft, sich an den Dingen zu orientieren, die gut sind, positiv und aufbauend?
Höchste Zeit für eine alltagstaugliche Achtsamkeits-Übung. Einmal in der Woche inne halten und sich überlegen, wofür ich diese Woche dankbar bin.  Weiterlesen „Friday Fives“

Genug

Manchmal ist es einfach genug. Manchmal wünschten wir uns wohl alle in eine kleine dunkle Höhle, in die wir uns verkriechen könnten, bis gewisse Stürme in unserem Leben vorbei sind. Aber in Ermangelung dieser Höhlen heißt es, aushalten und durch die Stürme durch gehen.
Es ist zwar nicht so, dass ich mich jetzt in einer Höhle vergraben möchte, aber ich merke doch auch, dass ich, was gewisse Themen betrifft, genug habe.

Ich finde, es ist genug mit diesem Verschwörungstheorie-Gebrummel
Ich finde, es ist genug mit social distancing für Kinder
Ich finde, es ist genug mit den Lobbyisten, die politische Entscheidungen bestimmen oder soll ich sagen beeinflussen?
Ich finde, es ist genug, mit dem hin und her schieben von Verantwortungen.

Ich komme grundsätzlich mit den Lockdowns gut zurecht. Ich genieße es, weniger Termine zu haben, weniger Stress, weniger Verpflichtungen…hier ist weniger wirklich ein Gewinn – weniger ist mehr.
Ich komme grundsätzlich auch gut damit zurecht, dass diese Pandemie jetzt da ist – ich sehe es als große Chance für uns als Menschheit.
Denn, das was wir aufführen auf dieser Welt ist mehr als genug – es ist zu viel. Viel zu viel von allem. Zu viel Konsum, zu viel Lärm, zu viel nach Außen, zu viel Wachstum, zu viel Gier, Neid,Hass,….
Wir brauchen die Umkehr. Die Korrektur. Zu einem anderen „genug“.

„Nie ist zu wenig was genügt.“
Seneca

Wir brauchen die Besinnung auf das was genug ist. Auf das was da ist und ausreicht. Nun ist es gut, zu reduzieren und zu überlegen, was wir tun können, um wieder genügsamer zu werden.

„Was es alles gibt, was ich nicht brauche!“
Sokrates oder Aristoteles?

Mit diesem Zitat, von wem auch immer es kommen mag, möchte ich euch dazu einladen für euch zu überlegen, zu überdenken, was in eurem Leben genug da ist. Und was mehr als genug ist und ihr loslassen möchtet oder könnt.
Frühjahrsputz, ausmisten, sortieren  – nicht nur materielles, auch was unsere Lebenseinstellungen, unsere Haltung dem Leben, dem Tod, den großen und kleinen Dingen im Leben gegenüber betrifft.

Wäre das nicht eine spannende Aufgabe für dieses Jahr?

Und wer von euch Bodenhaftung braucht, bevor das Einlassen auf eine gewisse Genügsamkeit im Leben möglich ist (was in diesem ganzen äußeren Durcheinander auch verständlich ist) dem hilft vielleicht der Vortrag von Ursula Seghezzi. Sie zeigt, wie uns der Blick in die Natur helfen kann, uns zu orientieren und auf  die Corona-Pandemie anders als mit Kampf und Abwehr zu reagieren.