Die eigenen Werte

Wenn bei uns zu Hause Post von Greenpeace kommt, interessieren sich die Kinder sehr dafür. So wird zum Beispiel die Zeitung „Act“ von Beiden genau durchgesehen und gelesen, bei jedem Foto fragen sie, was hier zu sehen ist, was hier passiert ist usw.  Der Herr Sohn schrieb letzthin in seinem Schulheft eine Geschichte  über ein Orang-Utan Bild von Greenpeace. Als wir dann vor Weihnachten am Basteln waren und er mit seinem Freund das obige Bild gebastelt hatten, hab ich mir wieder viele Gedanken gemacht.

Welche Werte möchte ich – möchten wir den Kindern vermitteln? Und  wo schränken wir sie dadurch beim Finden ihrer eigenen Werte ein?

Mir ist es schon wichtig, dass die Kinder beispielsweise früh einen achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt kennenlernen – einfach durch unser Vorleben: wir benützen unsere Füße um von A nach B zu kommen oder um mit dem Rad zu fahren, wir sind mit Öffis unterwegs, wir hegen und pflegen Gemüse und Obst im Garten, umsorgen unsere Tiere (auch die wilden Katzen, die in abenteuerlichen Aktionen von mutigen Tierärztinnen behandelt werden müssen), wir achten beim Einkaufen von Lebensmittel, Kleidung usw. auf Nachhaltigkeit und Regionalität.

Mir ist aber auch wichtig, dass die Kinder gleichzeitig unbekümmert sein können und sich noch nicht zu viele Gedanken über Umweltzerstörung, Aussterben von bedrohten Tierarten, Klimawandel usw. machen müssen.


Da mein Mann und ich uns seit letzten Sommer vegan ernähren ist nochmal mehr Bewusstheit bei unserer Ernährung und dem Umgang mit Lebensmitteln entstanden. Auch hier ist mir wichtig, dass die Kinder dennoch die Freiheit haben, für sich zu entscheiden, was sie essen. Ich möchte verhindern, dass meine Haltung zu dogmatisch und ideologisch wird und ich ihnen etwas „überstülpe“ was nicht zu ihnen passt.
Mir ist wichtig, dass sie ihre Sicht der Dinge aufbauen können.
Aber können sie das überhaupt, wenn sie sowieso tagtäglich durch uns mitbekommen wie wir die Sachen sehen?

Karl Valentin schrieb einmal:

„Warum versucht ihr eure Kinder zu erziehen? Sie werden ja sowieso wie ihr!“

Ob es stimmt oder nicht – ich versuche den Kindern, wenn sie mich fragen, ob dies oder das der Umwelt schadet oder ob dieses Lebensmittel vegan ist oder nicht, aufzuzeigen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt und dass ihre eigene Meinung wichtig ist. Ich frage sie zurück „Was meinst du?“, „Was möchtest du?“ „Was ist dir wichtig?“

So hoffe ich, dass ich sie dabei unterstützen kann, nicht einfach den Meinungen und Idealen von Anderen zu folgen sondern ihren eigenen Weg zu finden und zu ihrer eigenen Meinung zu stehen.

Wie spiegeln eure Kinder eure Werte wider? Und wie geht es euch damit?

 

 

 

 

 

 

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