…elfundvierzig…

Ich kann mich noch gut erinnern, als meine Kinder jeweils das erste Mal „eins“ sagten. Das war etwas ganz besonderes – magisches! Denn nun begann die Zählerei und die Möglichkeit, immer „noch eins“ dazu zu zählen. Sie hatten viel Ausdauer darin, mir Gegenstände in die Hand zu legen und jeweils „eins“ zu sagen.
Natürlich kam mit diesem „eins“ auch das Verhandeln von „nochmal eins“ beim Essen oder beim Bücher vorlesen dazu.

Nachdem sie eine Zeitlang die „Eins“ so richtig ausgeschöpft hatten, entdeckten sie weitere Zahlen, die sie alsbald in ihrem Wortschatz aufnahmen; nicht in der richtigen Reihenfolge – aber sie zählten. Hauptsache Zahlen, Hauptsache zählen.

Was für eine Leistung das doch ist! Woher das alles so von selbst plötzlich auftaucht und sie nicht mehr loslässt. Und wenn dieses Interesse an Zahlen, an Mengen, erwacht und auf nahrhaften Boden fällt, dann – bumm – explodiert es!

Eins, zwei, neun, sieben, zehn, elfundvierzig, zwölfundwanzig,…wunderbare neue Kombinationen entstanden.

Und die Zählerei hat noch nicht aufgehört. Nein, sie zählen immer noch!
Sie zählen beim Warten auf den Bus, sie zählen das Alter von allen Familienmitgliedern auf, sie zählen die Teller auf dem Tisch, sie zählen die Regenwürmer die wir auf dem Weg zur Schule retten, sie zählen, bis sie nicht mehr weiter wissen.
Aber auch dann geben sie nicht auf sondern fragen: Und was ist die allerhöchste und größte Zahl? Und was kommt nach dieser größten Zahl?!?

Sie wollen Zahlenrätsel, Zahlenspiele und schreiben mit Vorliebe lange Zahlenreihen auf Papier. Und ich staune immer wieder über ihr Interesse  und hoffe, dass diese natürliche Freude an Zahlen und das innere Bedürfnis Ordnungen zu bilden, sich auch in der Schule weiter entwickeln darf.

Aber ich bin voller Zuversicht: mein Sohn liebt es, in der Schule mit dem goldenen Perlenmaterial von Maria Montessori zu arbeiten. Ich kann mich also beruhigt zurück lehnen. Insgeheim wünsche ich mir ja, dass ihre natürliche Begeisterung für alles mathematische weiterhin ansteckend wirkt und mich meine Mathe-Phobie endgültig verlässt.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.